Argan

ARGANBAUM

Arganbäume gehören zu den ältesten Bäumen der Welt. Der Arganbaum gedeiht weltweit nur in einer bestimmten Region, die ca. 8000 Quadratkilometer groß ist und wüstenähnlichen Region im Südwesten Marokkos zu finden ist. Der Baum kann etwa zehn Meter hoch werden und seine Wurzeln reichen bis zu 30 Meter ins Erdreich. Der Arganbaum verhindert durch sein ausgeprägtes Wurzelsystem Bodenerosion durch Wind und Wasser. Seine Äste sind bedornt.

Bis Mitte der 90er Jahre wurde auf den Arganbaum kaum Wert gelegt, Arganöl wurde schlecht vermarktet. Während der 70er- und 80er-Jahren wurden hunderte Hektar Arganbäume gefällt, um für andere Nutzpflanzen Platz zu schaffen.

Doch mit der Zeit erkannte man den Wert von Arganöl durch seine besondere Zusammensetzung. Erst im Jahr 1998 wurde der Arganwald, auf dem diese Bäume wachsen, von der UNESCO zum Naturschutzgebiet ernannt, um die Arganbäume in ihrem natürlichen Habitat zu erhalten.

Die an verschiedensten Fettsäuren, Vitaminen, Mineralien, Antioxidantien und Omega 6 reiche Arganfrucht sieht wie die gelbe, pflaumenähnliche Früchte aus. Die schmecken extrem bitter. Ihre Schale ist so groß wie eine Haselnuß und äußerst ziemlich hart. Im Fruchtfleisch versteckt befinden sich Samen so groß wie Sonnenblumenkerne. Aus diesen wird das wertvollste und teuerste Öl der Welt gewonnen. Rund 30 Kilogramm Kerne müssen gepresst werden, um einen Liter Arganöl zu gewinnen.

Ziegen und die Herstellung von Arganöl

Die Ziegen sind ein wichtiger Teil der Arganölgewinnung. Auf einer hohen Arganbaum zu klettern ist nicht so schwer für die Ziegen. Die Vorfahren der Ziegen lebten ja im Hochgebirge. Da die Ziegen in einer wüstenähnlichen Region leben, gibt es kaum Gras und andere Bodenpflanzen. Trotz tausenden von harten Dornen gelingt es den Ziegen die Blätter und die kalorienreichen Früchte des Arganbaums zu fressen. Die Ziegen fressen übrigens die Kerne mit, verdauen sie aber nicht, sondern kommt am hinteren Ende wieder heraus. Somit leisten die Ziegen eine große Hilfe für den Menschen. Aufgrund der Vielzahl an Dornen ist eine Ernte per Hand unmöglich. So bleibt den Berbern nur zu warten, bis die reifen Früchte auf den Boden fallen.

Die Kernen können dann einfach vom Boden aufgesammelt und weiterverarbeitet werden. Ansonsten werden sie mühevoll geerntet, geschält, gemahlen und verarbeitet.

Da die Herstellung des Arganöls sehr aufwendig ist, ist der Grund, warum das Arganöl teuer ist. Es steckt viel Arbeit und Zeit dahinter.

Die in der Sonne getrockneten Kernen (enthalten bis zu 60% Öl) werden von den Berber Frauen mit zwei Steinen aus der Schale gebrochen. Die Schalen werden eingelagert und nach der Trockenzeit als Tierfutter weiterverwendet. Die Mandeln werden dann entweder kaltgepresst um Arganöl für kosmetischen Zwecke herzustellen oder werden sie geröstet für kulinarischen Zwecke. Kaltgepresst nennt man dieses Öl, wobei die Mandelkerne nicht mit Wasser in Kontakt kommen.

Heutzutage findet bei der Arganölherstellung kaum noch Handarbeit statt. Das Arganöl wird industriell durch modernster Methoden und Maschinen gewonnen, wobei die Wasserzugabe ganz entfällt. Dabei ist die Qualität des Öls in keiner Weise geringer als zur herkömmlichen Handpressung.

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