Die richtige Ernährung spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, die Symptome von Neurodermitis zu lindern. Auch wenn sie die Krankheit nicht heilen kann, kann sie Schübe abmildern, die Haut stärken und Entzündungen positiv beeinflussen.
In diesem Artikel zeigen wir dir, welche Lebensmittel du lieber meiden solltest, welche deiner Haut guttun – und worauf du bei deiner täglichen Ernährung achten solltest.
Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Neurodermitis
Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Viele Betroffene berichten, dass bestimmte Nahrungsmittel ihre Beschwerden verschlimmern oder Hautschübe auslösen können.
Das liegt daran, dass das Immunsystem von Menschen mit Neurodermitis besonders empfindlich reagiert – auch auf bestimmte Nahrungsbestandteile.
Wichtig: Nicht jeder reagiert auf die gleichen Lebensmittel! Es geht nicht um pauschale Verbote, sondern darum, deinen eigenen Körper gut zu beobachten.
Diese Nahrungsmittel und Gewürze begünstigen Neurodermitis-Schübe
Jeder Mensch reagiert individuell auf bestimmte Nahrungsmittel. Dennoch gibt es einige Lebensmittelgruppen, die bei vielen Neurodermitis-Betroffenen auffällig häufig zu Hautverschlechterungen oder Schüben führen können: Einige Nahrungsmittel stehen im Verdacht, Entzündungsprozesse im Körper zu fördern und sollten – zumindest testweise – reduziert oder gemieden werden:
- Kuhmilchprodukte
- Eier
- Weizen und glutenhaltige Getreide
- Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel
- Schweinefleisch
- Alkohol
- Nüsse (bei bestehender Allergie)
Tipp: Führe ein Ernährungstagebuch, um herauszufinden, welche Lebensmittel deine Haut belasten könnten.
Diese Lebensmittel fördern eine ausgewogene Ernährung bei Neurodermitis
Neben dem Meiden bestimmter Reizstoffe lohnt es sich, gezielt auf Lebensmittel zu setzen, die entzündungshemmend wirken und das Immunsystem unterstützen. Diese helfen nicht nur der Haut, sondern fördern auch eine gesunde Darmflora – was bei Neurodermitis eine wichtige Rolle spielt. Zum Glück gibt es auch viele Lebensmittel, die entzündungshemmend wirken und die Haut von innen stärken können:
- Omega-3-Fettsäuren (z. B. in Leinöl, Walnüssen, Chiasamen)
- Frisches Gemüse und Obst, besonders mit hohem Antioxidantiengehalt (z. B. Blaubeeren, Brokkoli)
- Vollkornprodukte
- Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Kefir (für eine gesunde Darmflora)
- Kräuter wie Kurkuma und Ingwer
Diese Lebensmittel können helfen, Entzündungsprozesse zu regulieren und das Hautbild langfristig zu verbessern.
Auch bestimmte Mikronährstoffe sind entscheidend:
- Vitamin A fördert die Regeneration der Haut und unterstützt die Bildung neuer Zellen
- Vitamin B-Komplex stärkt die Hautbarriere und hilft bei der Wundheilung
- Vitamin C und E wirken antioxidativ und unterstützen die Abwehr
- Zink und Selen stärken das Immunsystem
- Omega-3-Fettsäuren haben entzündungshemmende Eigenschaften und sind vor allem in Leinöl, Chiasamen oder fettem Seefisch enthalten
Probiotische Lebensmittel wie Sauerkraut oder Kimchi können die Darmgesundheit verbessern – und damit auch das Hautbild positiv beeinflussen.
Ernährung bei Kindern mit Neurodermitis – verträgliche Lebensmittel & Tipps
Bei Kindern ist Vorsicht geboten: Viele Eltern neigen dazu, sofort große Einschränkungen vorzunehmen. Dabei gilt: Immer in Absprache mit einem Kinderarzt oder einer Ernährungsberatung handeln.
Mögliche Tipps:
- Breie selbst zubereiten, um Zusatzstoffe zu vermeiden
- Bei Verdacht auf Unverträglichkeiten: Einzelne Zutaten testen (nicht mehrere gleichzeitig!)
- Auf Allergien achten, z. B. gegen Kuhmilch oder Ei
Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung ist auch bei Kindern mit Neurodermitis essenziell.
Fazit – Richtige Ernährung gegen Neurodermitis: individuell & ausgewogen
Jeder Körper ist einzigartig – was für den einen gut verträglich ist, kann beim anderen Symptome auslösen. Daher lohnt sich eine schrittweise Herangehensweise, zum Beispiel durch eine temporäre Auslassdiät. Dabei werden potenzielle Auslöser weggelassen und einzeln wieder eingeführt, um individuelle Reaktionen zu beobachten. Ein Ernährungstagebuch kann helfen, Muster zu erkennen und langfristig die passende Ernährung zu finden.
Die Ernährung kann ein wirkungsvoller Hebel sein, um Haut und Immunsystem zu stärken und Neurodermitis-Schübe zu reduzieren.
Beobachte deinen Körper, teste bewusst einzelne Lebensmittel und setze auf frische, unverarbeitete Zutaten. In Kombination mit der passenden Hautpflege kannst du deiner Haut spürbar etwas Gutes tun.
📢 Jetzt bist du dran:
Hast du schon Ernährungserfahrungen mit Neurodermitis gemacht? Welche Lebensmittel tun dir gut – und welche nicht? Teile es gern in den Kommentaren!
👉 Folge uns für mehr Tipps & Erfahrungen:
📸 Instagram: @arganim.de
🎥 TikTok: @arganim.de
Hier findest du alle Artikel zum Thema Neurodermitis und Trockene Haut – von Hautpflege über Ursachen bis zu Alltagstipps.