Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris)

Psoriarsis, umgangssprachlich auch Schuppenflechte genannt, gehört zur Gruppe der Autoimmunkrankheiten. Sie ist meistens erblich bedingt, chronisch, aber nicht ansteckend und betrifft alle Areale der Haut und manchmal auch die Gelenke. Wann und ob die gutartige Krankheit ausbricht, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab und meist müssen auch mehrere Ursachen zusammenkommen, damit diese Erkrankung sich seinen Weg bahnt. Zu den Auslösern können gehören: Hormonelle Schwankungen, Infektionen, eine einseitige Ernährung, Stoffwechselstörungen, Verletzungen, Medikamente, Stress, Alkohol- und Nikotinkonsum… Ist die Schuppenflechte einmal ausgebrochen, so ist sie chronisch da, ist also nicht heilbar, dafür aber gut behandelbar. Schuppenflechte ist nicht gleich Schuppenflechte, sie ist stets individuell, kommt in verschiedenen Ausprägungen vor und ist deshalb oft schwer zu diagnostizieren. Die Diagnose sollte deshalb unbedingt stets von einem erfahrenen Dermatologen gestellt werden.

Gut zu wissen: Anders als bei vielen Hauterkrankungen ist die Psoriasis keine „moderne Zivilisationskrankheit“, denn es gibt Überlieferungen zu dieser Krankheit aus der Antike. Der Name Psoriarsis leitet sich ab vom griechischen Wort „psora“, was Juckreiz bedeutet. In Deutschland gibt es etwa 2,5 Millionen Schuppenflechte-Patienten.

Symptome

Ähnlich wie die Neurodermitis tritt die Schuppenflechte in Schüben auf. Diese Schübe lösen im eigenen Organismus Entzündungsreaktionen aus,

dadurch greift das Immunsystem körpereigenes Gewebe an und meldet quasi einen „Fehler“. Um diesen Fehler zu beheben, reproduziert der Körper neue Hautzellen. Somit haben Schuppenflechte-Patienten zu viel und zu schnell „neue Haut“. Bei nicht an Psoriarsis erkrankten Menschen dauert ein Hautzyklus etwa 4 Wochen, bei Schuppenflechte-Patienten durch die Überproduktion an Hautzellen nur etwa 4 Tage. Diese Haut, die zu viel produziert wurde, fängt an zu verdicken und die typischen Hauterscheinungen/ Herde kommen zum Vorschein. Diese namensgebenden Schuppenflechten der Psoriarsis vulgaris sind rötlich, scharf begrenzt und schuppen nach einigen Tagen. Die rötlichen Erhebungen schmerzen, jucken sehr stark und lösen sich schließlich in Form silberweißer Schuppen von der Haut ab. Sie werden auch als Plaques bezeichnet und können oberflächlich leicht abgekratzt werden. Die tiefer sitzenden Plaques sitzen dagegen fest auf der Haut. Werden sie abgekratzt, kommt es zu punktförmigen Hautblutungen und eventuellen schweren Entzündungen, die unter Umständen vernarben können.

Die Herde können unterschiedlich groß sein und am gesamten Körper auftreten. Betroffen sind meist die Bereiche um die Gelenke, der behaarte Teil des Kopfes, Rücken, Brust, Achselhöhlen und die Analregion. Begleitend dazu leiden Betroffene häufig an ölfleckigen Verfärbungen der Fingernägel bis hin zum Nagelzerfall. Auch an den Fußsohlen und Handtellern können die Beschwerden auftreten.

Weitere Symptome können Kreislaufbeschwerden oder psychische Begleiterscheinungen wie Unwohlsein und depressive Verstimmungen sein. Erstere treten vorwiegend bei einem plötzlichen Ausbruch der Erkrankung auf, letztere oft bei chronischen Erkrankungen mit starker Ausprägung.

Bei anderen Formen der Psoriasis wie zum Beispiel der Psoriasis guttata tritt ein starker Juckreiz auf. Die Flecken sind größer, treten jedoch an weniger Körperstellen auf.

Behandlung mit Arganöl

Die von Schuppenflechte betroffenen Hautpartien sind sehr trocken, gereizt und oftmals entzündet. Dennoch sind diese Hautkrankheit und ihre Symptome recht gut behandelbar, besonders in einer schub freien Zeit. Durch die richtige Hautpflege kann man einem neuen Psoriasis-Schub sogar vorbeugen, beziehungsweise diesen hinauszögern oder abmildern. Besonders bewährt hat sich der Einsatz von reinem, kaltgepresstem Arganim Arganöl, denn es spendet der von Schuppenflechte geplagten Haut reichlich Feuchtigkeit und wichtige Lipide. Dadurch wird die Haut elastischer, die Schuppen werden weicher, und dadurch werden die im Arganöl enthaltenen Substanzen, Feuchtigkeit sowie folgende Pflegeprodukte besser aufgenommen. Darüber hinaus wirken sich die mehrfach ungesättigten Fettsäuren und die sekundären Pflanzenstoffe des wertvollen Arganöls positiv auf entzündete Hautregionen aus und hemmen durch ihre antibakteriellen Eigenschaften die Entstehung neuer Herde.

Ebenfalls lindert Arganöl den starken Juckreiz der verschuppten Hautstellen, denn es wirkt kühlend und beruhigend. Die im Öl enthaltenen Tocopherole und Phytostenole legen sich wie ein Schutzfilm auf die Haut, stärken die wichtige Hautbarriere und bewahren sie vor weiteren Schäden.

Unser Pflegtipps:

Beginnen Sie zunächst mit einer kleinen Menge, bis die gewünschten lindernden Effekte eintreten. Bei Bedarf können Sie dann die Menge des Arganöls schrittweise erhöhen.

– Wichtig: In der Regelmäßigkeit liegt der Erfolg. Schuppenflechte-Patienten sollten die Hautpflege sehr ernst nehmen und tagtäglich befolgen.

Betroffene besprechen die Verwendung von Arganöl am besten im Vorfeld mit ihrem Dermatologen.

– Sonne und Me(h)er: Sonne und Salzwasser tun Schuppenflechte-geplagter Haut sehr gut. Trockenes heißes Klima ist am besten geeignet – Feuchtwarme Luft hingegen kann zu einer Verschlechterung führen. Besonders empfohlen wird ein Aufenthalt am Toten Meer. Jedoch sollte man Vorsicht walten lassen bei zu langer direkter Sonneneinstrahlung und selbstverständlich immer einen LSF auftragen.

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